Orgel

Auf ihre Orgel ist die Bruckener Kirchengemeinde besonders stolz. Und das zurecht. Schließlich haben die Bruckener "ihre" Orgel zu einem Großteil selbst finanziert und mitaufgebaut.

Das Instrument aus der Orgelmanufaktur Bernard Aubertin (Courtefontaine/Frankreich) ist nach französischen Vorbildern des 17. und 18. Jahrhunderts konstruiert.

Es besitzt 10 ½ Register auf einem Manual und Pedal. Das Manual besitzt eine Schleifenteilung zwischen c1 /cis1. Dadurch ist es möglich, auf einem Manual verschiedene Klangfarben gleichzeitig zu erzeugen. Hierdurch kann beispielsweise die gesamte Palette spanischer und ein Großteil der barocken französischen und deutschen Orgelliteratur auf diesem Instrument adäquat gespielt werden.
Die Orgel ist "hinterspielig", d.h. sie hat ihre Klaviaturen auf der Rückseite des Instruments, wodurch die Orgel direkt an der Emporenbrüstung stehen kann und ihren Klang direkt in den Raum abstrahlt.
Der Klang des Instruments ist - angelehnt an seine französischen Vorbilder - sehr kräftig, aber nie aufdringlich und füllt den Kirchenraum voll aus. Trotz ihrer wenigen Register hat die Aubertin-Orgel eine große Bandbreite an Klangfarben zu bieten.
Eine Besonderheit der Bruckener Orgel ist das Kontra-A auf Manual und Pedal (Taste Cis), wodurch man im Pedal auf der Taste Cis sogar einen Subbaß 32' erhält.
Die Orgel hat mechanische Schleifladen. Die Pfeifen des gravitätischen Bourdon 16' stehen links und rechts an der Wand, seitlich der Orgel.
Die Verarbeitung des Instruments ist die gleiche handwerklich kunstvolle wie vor hunderten von Jahren. Lediglich der Elektromotor zur Winderzeugung unterscheidet die Orgel von ihren Vorbildern. Dieses orgelbauliche Kunstwerk ist gleichermaßen Anziehungspunkt für Organisten, Orgelliebhaber wie Orgelprofessoren aus aller Herren Länder.

Die Orgel hat folgende Disposition (geteilte Register mit jeweils zwei Registerzügen: B=Bass; D=Diskant):

Manual
(C.1A.D-d3):
Pedal
(C.1A.D-d1):
Montre 8'
Bourdon 8' (B/D)
Traversière 8' (D)
Prestant 4'
Flûte 4' (B/D)
Nazard 2 2/3' (B/D)
Doublette 2'
Tierce 1 3/5' (B/D)
Fourniture 4fach 2'
Trompette 8' (B/D)
Bourdon 16'


Tremblant
Tire-Main (Pedalkoppel

 

 

Für nähere Informationen zur Aubertin-Orgel erhalten Sie auch eine Orgelfestschrift.

Die Orgel ist auf einer CD dokumentiert, die unter dem Titel "spectrum musicum" erschienen ist. Darauf werden Orgelwerke des europäischen Barock Werken für Saiteninstrumente des 20. Jahrhunderts gegenübergestellt. Ausführende sind Dietmar Garn (Gitarre), Heidi Ilgenfritz (Hackbrett), Roland Leistner-Mayer (Klavier) und Jens Wollenschläger (Orgel).

Jens Wollenschläger