Geschichte der Ulrichskirche

Ulrichskirche

Unterlenningen liegt an der alten Römerstraße von Köngen nach Laichingen.

Nicht weit ist auch die Keltensiedlung auf der Alb bei Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler ("Heidengraben"). Diese räumliche Nähe und die im Tal fließende Lauter legen nahe, dass Unterlenningen schon früh besiedelt wurde. Bereits vor 1353 erhielt Unterlenningen eine eigene Pfarrstelle.
Im 15. und 16. Jahrhundert gab es sogar 2 Kirchen im Ort;
verbürgt ist eine ehemalige Klosteranlage, von der jedoch nur noch ein Gebäude - das sich in privatem Besitz befindende Gebäude Kirchheimerstr. 47 - erhalten ist; dieses Gebäude weist an der östlichen Giebelwand einen stilisierten Kopf auf, der offensichtlich aus dem Gebälk herausgeschnitzt wurde.
Ein weiteres Klostergebäude, das sich in der Burgstraße befand, wurde in den 80er Jahren des 20. Jahrhundert wegen Baufälligkeit abgebrochen. Der erste evangelische Pfarrer kam im Jahr 1552 nach Unterlenningen. Die heutige Ulrichskirche wurde im Jahre 1767 in nur 6 Monaten erbaut; der Vorgängerbau, von dem noch der Chorraum erhalten ist, war so klein, dass die Gottesdienstteilnehmer auf der Empore dem Pfarrer auf der Kanzel die Hand geben konnten.
Die Ulrichskirche (Abb. oben links) bietet heute ca. 350 Personen Platz.
Die Unterlenninger Kirche wurde nach Ulrich von Augsburg (ca. 890 - 973) benannt, der 923 Bischof von Augsburg wurde.
955 bedrohte ein ungarisches Heer Augsburg; dem inständigen Gebet Ulrichs wird der Sieg seiner Truppen gegen das ungarische Heer auf dem Lechfeld nahe Augsburg zugeschrieben. Ulrich half den von den ungarischen Truppen zerstörten Gemeinden wieder auf, sorgte sich um Arme und Kranke und förderte das kirchliche Leben.